Warum mir Yoga am Morgen so gut tut

Wie meine Yogapraxis am Morgen aussieht

Gehört du auch zu den Menschen, die morgens Yoga praktizieren? Die meisten Yogis die ich kenne, üben nämlich Yoga am Abend. Es hilft ihnen dabei, den Stress des Alltags abzuschütteln, ihren Kopf freizukriegen und sich sportlich zu betätigen. Ich habe hingegen den Reiz des Yogas zur frühen Morgenstunde für mich entdeckt. Ungläubige Blicke und große Augen, wenn ich erzähle, dass ich manchmal schon um 6 Uhr auf der Matte sitze. Aber ich habe sehr gute Gründe, beim Weckerklingeln nicht zu verzweifeln, sondern voll freudiger Erwartung aufzustehen. Hier verrate ich dir die schönsten Übungen zum Wachwerden.

Yoga am Morgen

Yoga am Morgen hat den Vorteil, dass ich die Ruhe der Nacht, die Stille des Geistes und die magische Atmosphäre der frühen Stunden, nutzen kann, um geerdet in den Tag zu starten. Ich sorge somit dafür, dass ich den herausfordernden Situationen im Beruf oder mit meinen Mitmenschen, entspannt entgegentreten kann. Stress mag zwar entstehen, aber ich lasse ihn nicht so sehr an mich herankommen. Die durch verschiedene Asanas entstandene Beweglichkeit im Körper, begleitet mich durch den ganzen Tag. Die Muskeln sind gelöst, die Gelenke flexibel und ich fühle mich durch Yoga am Morgen fit und energiegeladen.

Die Asanas die ich morgens am meisten genieße

Ich springe nicht direkt aus dem Bett in extreme Yogaposen. Das Wichtigste ist, jeden Morgen erstmal in mich reinzuhören und zu schauen, was mein Körper und Geist brauchen. Manchmal ist das tatsächlich ein kräftiger Flow, aber oft verlangt mein Körper auch nur danach, dass ich langsam meine Gelenke mobilisiere, die Muskeln dehne und eher in einem meditativen Zustand verweile. Meine Lieblings-Asanas für eine sanfte Yogapraxis am Morgen sind:

Kamelritt

  • Setze dich in den Schneidersitz und halte dich am vorderen Schienbein fest.
  • Atme ein, mache ein starkes Holkreuz und wölbe dabei deinen Brustkorb ganz weit nach vorne.
  • Atme aus, zieh den Brustkorb zurück und mach dich ganz rund.
  • Wiederhole diese Bewegungen gleichmäßig und rhythmisch einige Male.
  • Vorteile: Dehnt die Wirbelsäule, lockert die Rückenmuskulatur, öffnet den Brustraum.

Sufi Kreise

  • Setze dich in den Schneidersitz und halte dich rechts und links an deinen Knien fest.
  • Beginne nun, aus deinem Becken mit deinem Oberkörper kleine Kreise zu ziehen, lass die Kreise immer größer und genüsslicher werden.
  • Wechsele nach einigen Wiederholungen die Richtung und komme dann langsam wieder zum Stillstand in der Mitte.
  • Vorteile: Lockert die Wirbelsäule und Rückenmuskulatur, macht die Hüfte flexibel.

Katze-Kuh

  • Komme in den Vierfüßler-Stand
  • Atme ein, hebe den Kopf, zieh die Schulterblätter nach hinten und komm in ein angenehmes Hohlkreuz.
  • Atme aus, wölbe die Brustwirbelsäule weit nach oben, zieh den Nabel Richtung Wirbelsäule und mach dich ganz rund.
  • Wiederhole ganz sanft die Bewegungen einige Male.
  • Zwischendurch kannst du deine Hüften und Schultern auch ganz intuitiv bewegen, wie bei einem Tanz, in alle Richtungen die dir gut tun.
  • Vorteile: Die Wirbelsäule wird in ihrer ganzen Länge und Krümmung mobilisiert und flexibler.

Dog Walk

  • Komme in die Position des herabschauenden Hundes. Die Fersen berühren nicht den Boden.
  • Die Hände sind fest in die Matte gepresst, die Schultern ziehen nach hinten unten, achte darauf, dass der Abstand von Händen zu Füßen nicht zu eng wird.
  • Beginne nun langsam, abwechselnd deine rechte und linke Ferse, Richtung Boden zu bewegen.
  • Vorteile: Die Rückseite der Waden und Oberschenkel wird sanft gedehnt.

Krokodil

  • Lege dich auf den Boden, winkele das rechte Bein an und setze den rechten Fuß auf dein linkes Knie.
  • Lasse dein rechtes Bein nun nach links kippen, strecke den rechten Arm und dreh den Kopf nach recht. Achte darauf, dass entweder dein rechtes Knie oder deine rechte Schulter den Boden berühren.
  • Genieße die Streckung durch deinen ganzen Körper und intensiviere die Dehnung durch einen tiefen Atem. Dann wechsele die Seiten.
  • Vorteile: Entspannung von Kreuzbein und unterem Rücken, Stimulierung der Verdauungsorgane.

Welche Asanas werden morgens empfohlen?

Dies sind nur einige der Asanas, die ich morgens praktiziere. Meistens kommt das Bedürfnis nach bestimmten Bewegungen ganz intuitiv. Das Schöne an den Übungen ist, dass sie ganz sanft den Körper aufwecken, den Kreislauf in Schwung bringen und die Lebensgeister wecken. Am Morgen werden vor allem Rückbeugen wie der Fisch oder die Kobra empfohlen, da sich hier Herz und Lunge öffnen und der Körper effektiver mit Sauerstoff versorgt wird. Auch Twists, wie der Drehsitz oder das Krokodil, sind morgens sehr beliebt, da durch die Massage der Bauchorgane, die Verdauung super angekurbelt wird. Was natürlich nicht fehlen darf, um richtig schön Energie zu tanken, sind die Atemübungen. Vor allem Kapalabhati ist ein super Wachmacher. Die Wechselatmung harmonisiert den Geist und entspannt, um gelassen durch den Tag zu kommen.

Wie finde ich die Motivation, morgens Yoga zu üben?

Mein bester Tipp: Wenn ich vom Wecker geweckt werde und eigentlich viel lieber liegenbleiben möchte, dann stelle ich mir vor, wie unglaublich gut ich mich jedes Mal fühle, wenn ich morgens Yoga übe. Dann stehe ich auf, trinke ein Glas Wasser, gehe ins Bad und wasche mir das Gesicht. Danach ziehe ich meine Yogahose und ein Shirt an, rolle die Matte aus und setze mich erstmal in die Stellung des Kindes und fühle in mich hinein. Es folgen die oben beschriebenen Asanas. Wenn ich mich danach fit genug fühle, übe ich eine dynamische Sequenz und starte selig in einen neuen Tag 🙂 Wie sieht dein Yoga am Morgen aus? Ich freu mich auf deine Kommentare!

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2 Gedanken zu „Warum mir Yoga am Morgen so gut tut

  1. Liebe Anna,
    es ist nie zu spät, damit zu beginnen. Ich führe auch einige Yogaklassen (auch morgens zwischen 6 und 7) und habe immer Anfänger dabei. Lass Dich inspirieren und finde den Mut, Dinge für Dich auszuprobieren. Dann wirst Du schnell von der einzigartigen Wirkung dieser jahrtausendalten Tradition überzeugt sein.
    Viel Spaß!!!

  2. Ich möchte auch gerne mal Yoga machen, habe ich aber nie zuvor gemacht. Toller Artikel, vielen dank für die Informationen.

    Gruß Anna

Kommentare sind geschlossen.