Yoga und Weihnachten

Weihnachten: Eine Zeit für Reflexion, Liebe und Achtsamkeit

Weihnachten ist jedes Jahr eine Herausforderung für viele von uns. Denn häufig geht es nach Hause zu Eltern, Geschwistern, Großeltern. Plötzlich finden wir uns, egal wie alt wir mittlerweile sind, wieder in der Rolle des Kindes wieder. Alte Muster und Verhaltensweisen im Familiengefüge dringen an die Oberfläche und man nimmt seinen traditionellen Platz als Tochter, Sohn, Bruder oder Schwester wieder ein.

Weihnachten Yoga Liebe

Ich war nun ein ganzes Jahr nicht mehr zu Hause und die emotional bereichernde sowie herausfordernde Zeit innerhalb dieses Gefüges gibt mir die Möglichkeit, mein Leben der letzten Jahre mit etwas Abstand und mit viel Achtsamkeit zu betrachten. Zu sehen wo ich gerade stehe, mich zu erinnern wo ich noch vor zehn Jahren stand und mir meine Entwicklung und den Weg den ich gegangen bin, vor Augen zu führen. Es ist schön, diesen Faden der sich durch mein Leben spinnt, zu erkennen und zu verstehen warum gewisse Dinge passieren mussten oder warum Anderes wiederum nicht geklappt hat. Beziehungen, Jobs, Reisen, Yoga, Trauer, Trennung, Sorgen, Freude, Feiern, Freundschaft, Einsamkeit. Alles macht irgendwie Sinn, denn wenn diese Dinge nicht geschehen wären, dann wären ich ja heute nicht dort wo ich bin und vor allem nicht die Person die mich ausmacht.

Gerade die Zeit um Weihnachten und zum Jahresende hin kann man sehr gut zur achtsamen Reflexion nutzen. Welche Ereignisse haben mich rückblickend weitergebracht, auch wenn sie mir damals vielleicht eine harte Zeit beschert haben? Fühlt sich mein Leben momentan  gut und richtig an oder möchte ich dem Leben eine neue Richtung und Herausforderung geben? Kann ich mich meinem Leben hingeben und darauf vertrauen, dass alles gut wird? Welche Menschen sind mir wichtig und wissen diese Menschen welchen Stellenwert sie in meinem Leben haben? Ganz im Sinne von Yoga, Meditation und Achtsamkeit kann Weihnachten eine ruhige und spirituelle Zeit sein, um uns wieder auf uns zu konzentrieren und um neue Energie und Zuversicht für einen weiteren Lebensabschnitt zu sammeln.

Bei meinem letzten Yoga Seminar wurde der vierte Advent mit dem vierten Chakra, dem Herz-Chakra, das für Liebe und Verbundenheit steht, verglichen. Wie ich finde ein passender Vergleich, denn neben der Besinnung auf uns selbst, gibt Weihnachten uns eine schöne Gelegenheit, Liebe zu geben und Liebe anzunehmen. Beides ist nicht immer leicht und leider oft gerade in Familien durch eingefahrene Automatismen oder den obligatorischen Weihnachtsstress blockiert.

„Schenken meint ursprünglich: Einem anderen etwas zu trinken geben, wie es uns noch vom Begriff “jemandem einschenken” vertraut ist. Schenken wir also so, dass der Lebensdurst des anderen ein wenig gestillt wird – schenken wir nicht mit dem Geldbeutel, sondern mit dem Herzen, schenken wir Liebe, die das Leben des anderen wärmt. Sich selbst schenken in dem Wertvollsten, das man hat – dann und wann eine Stunde seiner Lebenszeit hingeben an Menschen, die des Gesprächs, der Gemeinschaft, der Nähe bedürftig sind – und sich vom Glanz ihrer Augen beglücken lassen.“ (Christa Spilling-Nöker)

Ich wünsche euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest mit viel positiver Energie, Liebe, Gelassenheit und freudiger Erwartung auf das nächste Jahr! Und wenn euch alles zu viel wird in den nächsten Tagen, dann schnappt euch eure Yogamatte und besinnt euch eine halbe Stunde nur auf euch, das wirkt Wunder 🙂

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