yogafair Hamburg: Besuch der ersten Yogamesse in Hamburg

Überdosis Yoga auf der norddeutschen Yogamesse yogafair

yogafair

Ihrem Motto „Yoga zum Anfassen“ ist die yogafair Messe wirklich mehr als gerecht geworden. Die 60 Aussteller waren bunt gemischt und für jeden war etwas dabei: Yogastudios, Yogareisen, Yogaausbildungen, Raw Food, alternative Heilmethoden, Yogamagazine, Wellness, Yogaklamotten, Massagen, Musik und und und… Ein Paradies für alle Yogafans und für alle die es werden möchten. Das Programm war auf unterschiedliche Zielgruppen ausgerichtet und die Besucher hatten die Möglichkeit, sich in Kursen für Schwangerenyoga, Power Yoga, Kinderyoga, Männer Yoga, Kundalini Yoga oder sogar Acro Yoga u.v.m. zu verausgaben. Wer dann irgendwann ausgepowert war, hat sich ganz gemütlich zurückgelehnt und in Vorträgen über Ayurveda, Ernährung oder Massagen schlau gemacht. Ich war wirklich begeistert von der tollen Organisation der yogafair, alles hat nahtlos funktioniert, es waren für alle Yogis genug Matten vorhanden und die Aussteller, Yogalehrer und Referenten super drauf.

Es geht los: Strong nerves and happy heart – wer braucht das nicht?

Ich habe mir den Sonntag für meinen Messebesuch ausgesucht und hätte am Liebsten wirklich überall mal reingeschnuppert. Nach langem Überlegen stand ich dann pünktlich um 10 Uhr im wahrsten Sinne des Wortes „auf der Matte“ für den Start in den Tag mit Kundalini Yoga. Unter dem Motto „Strong nerves, happy heart“ haben wir mit intensiven Armübungen an der Stärkung unseres Nervensystems gearbeitet. Ich hätte nicht gedacht, dass das so anstrengend sein kann, aber Tinuviel (ist das nicht ein schöner Name??) und Janina waren wirklich total süß und voller Power und haben mich am Ende sogar zum wilden Abschlusstanz bewegen können 😉

Vom Kundalini ging es dann direkt zum Unit Chakra Flow mit der sportlichen Julia. In nur 45 Minuten hat sie uns ganz schön ins Schwitzen gebracht und gut durchgedehnt. Ein bisschen geschafft und dankbar für eine Pause hab ich mich dann in den Vortrag über Ayurveda für jeden – nützliche Alltagstipps mit Win Silvester gesetzt und nicht bereut. Ayurveda ist ja wirklich ein komplexes Thema, aber er hat es mit seiner lockeren, lustigen und ehrlichen Art geschafft, uns die Idee dahinter und die wichtigsten Begriffe wie Vata (das scheue Reh), Pitta (der Löwe) und Kapha (der faule Bär) beizubringen. Nur in welche Kategorie ich jetzt falle, ist mir immer noch nicht so klar. Definitiv finde ich die ayurvedische Idee, sich vorbeugend gesund und typgerecht zu ernähren und nicht erst zu handeln wenn es zu spät ist, sehr überzeugend! Also definitiv inspiriert und das Thema werde ich weiterverfolgen…

yogafairNach den ersten Kursen ging es dann endlich in den Ausstellungsraum der yogafair. Ich muss sagen ich war zunächst restlos überfordert, überall gab es Klamotten, Schmuck, Dinge zum Ausprobieren, Schokolade, Smoothies, Kokoswasser, Yogaschulen und Matten ohne Ende. Totale Informationsüberflutung aber irgendwie auch toll, dass sich so viele Yogabegeisterte zusammengefunden haben und ihr Angebot den neugierigen Besucheryogis auf der yogafair zu präsentieren. Die Stimmung war sehr entspannt, wie könnte es auch anders sein bei einer Yoga Messe 😉 und bei der zweiten Runde wurde ich dann auch wieder etwas lockerer und konnte mir in Ruhe nochmal die für mich interessantesten Stände ansehen.

Hoch mit den Füssen, ein indischer Yogameister und von Schallwellen platt gemacht

579071_453290711451396_1846911066_nDer Nachmittag wurde für mich fast noch spannender als das Vormittagsprogramm. Als erstes lernte ich Sanjeev Bhanot kennen. Er stammt aus einer alten indischen Yogafamilie und praktiziert schon seitdem er 6 Jahre alt ist. Er ist der Gründer des Anthasta-Yoga, einer Kombination aus traditionellem Yoga angepasst an unsere modernen Lebensformen. Seine Fähigkeiten hat er schön an meinem durch das viele Sitzen blockierten Oberschenkelmuskel demonstriert: Nachdem er ein paar „Knöpfe“ gedrückt hat, konnte ich dann auch mit der Nase ans Knie kommen. Faszinierend 🙂 Am Montag werde ich noch mehr über Anthasta-Yoga lernen und freue mich schon sehr auf den Workshop im InBalance Studio bei Gabriele.

feetupFeetup Yoga – Kopfüber mit Leichtigkeit war das Motto des nächsten Workshops mit Kilian Trenkle, dem jungen Erfinder des legendären feetup, eine Art „Kopfsstandhocker“ mit dem wirklich jeder in den Genuss eines Kopfstands kommen kann. In 45 Minuten demonstrierte er uns die vielseitigen Möglichkeiten, den feetup zu nutzen, man kann damit nämlich nicht nur entspannt zehn Minuten im Kopfstand stehen, sondern auch einen speziellen Sonnengruß machen, in die Brücke gehen, die Armmuskulatur trainieren oder sonstige „Akrobatik“ betreiben. Das Tolle dabei ist, dass der Nacken und die Halsmuskeln die ganze Zeit total entspannt bleiben können, weil das Gewicht nur auf den Schultern liegt. Wirklich ein großartiges Erlebnis und eine super Alternative für alle die Probleme mit den Umkehrhaltungen im Yoga haben.

gongZum Abschluss gab es dann noch ein bisschen Entspannung mit der Gong-Meditation von Ada Devinderjit Namani… das dachte ich zumindest 😉 Ok, es war entspannend aber es hat mich auch extrem aufgewühlt. Ich weiß nicht, ob ihr schon mal den Klang von einem so großen Gong gehört habt, aber bis zu diesem Tag wusste ich nicht, was für eine Kraft Schallwellen haben können und dass sie so intensiv physisch spürbar sind. Nach ein paar Runden angenehmer schöner Gongklänge wurde der Ton immer lauter bis er in einem so lauten Ton gipfelte, dass sich bei mir ein Panikgefühl einstellte. Ich musste mich regelrecht zwingen, mich darauf einzulassen und die Wellen des Klangs einfach so über mich wegströmen aber auch in mich einströmen zu lassen. Mein ganzer Körper hat vibriert, ich bekam überall Gänsehaut und hätte mich in diesem Moment niemals getraut aufzustehen. Der Gong hat mich buchstäblich auf die Matte gepresst und war unglaublich mächtig und stark… der absolute Wahnsinn, so was habe ich wirklich noch nie erlebt. Das komische war, dass der Ton dabei trotz der Lautstärke, nicht irgendwie unangenehm laut in den Ohren war. Ein wirklich beeindruckender Abschluss für einen wundervollen, lehrreichen und inspirierenden Tag!

Mehr Fotos von der yogafair findet ihr übrigens bei Facebook und die yogafair für 2014 (weiter Infos hier) steht schon fest.